Onlineglücksspiel in Deutschland – legal, aber überwacht
Die Bundesländer haben sich im Rahmen der Diskussion über Online-Glücksspiele geeinigt. Ab dem Sommer 2021 soll das Zocken in Online-Casinos legal sein. In 70 Seiten Glücksspielneuregulierungsstaatsvertrag stoßen aber einige Detailregelungen noch auf Kritik.


Nun ist er da, der Glücksspielneuregulierungsstaatsvertrag, wie das Ungetüm heißt. Auf über 70 Seiten haben die Bundesländer ihre Einigung über den langen Streit in Sachen Online-Zocken in Casinos wie LvBet und Co. festgehalten. Die große Entscheidung: Online-Glücksspiel wird ab dem Sommer 2021 in Deutschland legal sein. Das freut zum einen viele Experten für Spiele und Spielsucht, doch einige Details im umfangreichen neuen Vertrag stoßen dann doch auf Kritik.

Die Neuregulierung bringt endlich Einigung in die Streitsache Online-Glücksspiel, welches bisher nur in Schleswig-Holstein zugelassen war, wie wir in zahlreichen Werbungen in TV und online immer wieder deutlich gesagt bekamen. Die anderen Bundesländer wollen nun nachziehen und schaffen dafür nun Regeln. Warum erlauben, was doch so gefährlich ist, wie viele Experten für Spielsucht und Politiker bekräftigen? Der Grund liegt darin, dass die Schwemme an Online-Casinos immer gewaltiger wird. Die Glücksspiele wie 1xBet sind unreguliert, denn die Betreiber sitzen in einem anderen EU-Land. Die Spiele werden gespielt, auch, wenn sie als illegal gelten, und eine Kontrolle ist nicht möglich. Das soll sich mit dem neuregulierenden Glücksspielstaatsvertrag nun ändern.

Einsatzlimit von 1000 Euro beim Glücksspiel
Harte Regeln haben die Bundesländer in Sachen Glücksspiel im Internet aufgestellt. So soll es zum Beispiel ein monatliches Einzahlungslimit geben. Um das kontrollieren zu können, müssen die Anbieter für jeden Spieler ein Konto einrichten. Hat der Nutzer 1000 Euro in sein Spieleglück eingesetzt, ist Schluss für den Monat. Das Benutzerkonto wird dann gesperrt. Die Gewinne allerdings sollen darauf nicht angerechnet werden.

Und eben bei diesem Limit meldet sich auch schon der erste Experte für Glücksspielsucht zu Wort. Wolfgang Kursawe ist der Leiter der Fachstelle Glücksspielsucht bei der Drogenhilfe Köln und hält das Limit für naiv. Süchtige seien sehr kreativ, was das Umgehen von grenzen angeht. Sie suchen sich auch nach der Sperrung des Benutzerkontos weitere Möglichkeiten zum Spielen, und werden dadurch eventuell wieder in die Illegalität abdriften. Nach seiner Einschätzung werden die Spieler „ein zweites oder drittes Konto bei einem weiteren Anbieter eröffnen - unter einem anderen Namen. Das halte ich für etwas blauäugig, dass da nicht mehr als 1000 Euro verspielt werden, wenn jemand süchtig ist".

Insgesamt gesehen werden die neuen Regelungen aber als positiv erachtet. Auch Kursawe findet es gut, dass das Glücksspiel im Internet nun legalisiert wird. „Ich denke, es ist nicht zeitgemäß, bestimmte Dinge online verbieten zu wollen. Jeden Tag kommen da Angebote aus Malta oder Österreich.", sagt er. Vor allem, weil man so nun endlich die Möglichkeiten hat, Verbraucherschutzmaßnahmen einzuleiten, was das Gesetz nun auch vorhat. Die Betreiber und Veranstalter von Online-Casinos, Sportwetten, Online-Poker und anderen virtuellen Automatenspielen wie Slot Machines sollen ein automatisiertes System erstellen, mit dessen Hilfe glücksspielsuchtgefährdendes Spielverhalten erkannt werden soll. Auch die Werbung im Internet für Online-Glücksspiel soll reguliert werden, denn es müssen bestimmte Voraussetzungen gegeben sein. Ein Verbot soll es sogar für Sportwetten-Werbung im Rundfunk und Internet geben, welches zwischen 6 und 21 Uhr gilt.

Online-Glücksspiel ja, aber mit Überwachung
Dass alles genauso abläuft, wie es in den 70 Seiten festgehalten wurde, soll eine zentrale Glücksspielbehörde überwachen. Sie soll den Jugend- und Spielerschutz gewährleisten und das Entstehen von Sucht verhindern. So soll es eine Sperrdatei geben, in der Nutzer erfasst werden, die sich selbst haben sperren lassen, oder aber von einem Betreiber gesperrt worden sind. Die Spieldaten der Nutzer, und zwar alle, müssen ständig von den Anbietern vorgehalten werden, sollte die zentrale Behörde darauf zugreifen wollen. Die Überwachung soll auch sicherstellen, dass keinerlei Manipulationen von Seiten des Anbieters erfolgen und die Vorgaben des Gesetzes eingehalten werden.

Nachdem der Glücksspielneuregulierungsstaatsvertrag (weitere Infos auf https://gluecksspielstaatsvertrag.org) nun geschrieben ist, wird es im Februar noch Anhörungen von Verbänden geben. Anfang März sollen die Staatsminister unterzeichnen. Danach müssen die einzelnen Länderparlamente den neuen Vertrag noch ratifizieren, ehe er dann den alten Glücksspielstaatsvertrag am 1. Juli 2021 ersetzen wird.


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Datum: 27.01.2020 - 11:03 Uhr
Autor: Viktor Pulz

Bereich: News
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