Angespielt: Walking War Robots
Mit Walking War Robots hat der Spiele-Entwickler Pixonic einen Action-Titel für mobile Endgeräte an den Start geschickt. Wir haben uns das Spiel einmal genauer angeschaut und verraten euch in diesem Artikel unsere Meinung!


Wuchtige Schlachten, zweibeinige Kampfmaschinen - das sind die Versprechen die der bisher ehrgeizigste Titel vom Moskauer Entwicklungsstudio Pixonic souverän einlöst. Das kostenlos spielbare Walking War Robots ist ein teambasierter 3D-Actioner für iOS-Geräte, das bis zu zwölf Spieler und ihre futuristischen Mechs in strategisch angehauchte Gefechte versetzt.

Aufmarsch der Drohnen
Was macht die Menschheit mit sicherer, unbegrenzter Energie? Offenbar nicht ihren Machthunger stillen, aber zum Antrieb einer revolutionären neuen Waffengeneration sollte es reichen. Walking War Robot beschwört eine Zukunft, in der alle Nachteile der Atomkraft ausgemerzt sind und die Reaktoren in alle Lebensbereiche Einzug gehalten haben - inklusive den Militärapparaten der großen Nationen. Die nukleare Bedrohung nimmt ab, das Patt schwindet und das Ringen um die Weltherrschaft beginnt erneut. Die logische Konsequenz ist der Aufmarsch überdimensionierter Kampfroboter auf dem Schlachtfeld.

Es hätte schlimmer kommen können, denn das Aufeinanderprallen von Piloten in gigantischen Rüstungen hat sich eine Menge Ritterlichkeit bewahrt. In diesem neuen alten Krieg sind Helden gefragt, die an der Seite ihrer Kameraden den Sieg erringen. Aber ist Walking War Robots ein waschechter Vertreter des Mech-Genres? Die Atmosphäre stimmt, aber die Story lässt noch einige Fragen offen. Roboter sind eigentlich unbemannt, mobile Maschinen ohne Besatzung, die aus der Ferne oder durch ihre Programmierung gesteuert werden. Da wir als Spieler die Roboter aus der Außensicht lenken und das Spiel auf und Abseits vom Schlachtfeld keine Anstalten macht, menschliche Figuren zu etablieren, fühlen sich die Gefechte am ehesten an wie Drohnen-Krieg. Die gut umgesetzte Touch-Steuerung der waffenstarrenden Roboter trägt ihren Teil zu diesem Eindruck bei. Eine Cockpit-Perspektive bieten die Entwickler mit Hinweis auf die eingeschränkte Übersicht und erschwerte Steuerung nicht an. Für jede Schlacht hat man zudem bis zu fünf verschiedene Roboter im Gepäck, die für Ersatz sorgen, sobald der Erste ausfällt. Das rückt die Mission weiter ins Zentrum des Gameplays und macht den Verlust eines Roboters zum reinen Kalkül innerhalb des übergeordneten Schlachtverlaufs.

Die geradlinige 3D-Grafik ist zweckmäßig und funktioniert in den urbanen Gebieten am Besten. Die vielfältigen Waffeneffekte und detaillierte Animationen stechen heraus und tragen enorm zur Spannung und Atmosphäre bei. So vernebeln einem Qualm und Rauchspuren eigener Raketen kurz die Sicht, Artillerie-Hagel geht auf euren Flügelmann nieder, während die eigenen Waffen Patronenhülsen und leere Magazine ausspucken. Auch am Sound ist die Mühe deutlich zu spüren, die in die Inszenierung wuchtiger Kämpfe gegangen ist, seien es die schweren Schritte oder das dumpfe Prasseln einer Raketensalve in das Fabrikgebäude, hinter dem euer Roboter gerade noch in Deckung manövrieren konnte. Direkte Treffer erschüttern euch im "Shaky-Cam"-Stil und bringen euren Mech zum Qualmen, kritische Treffer zerstören womöglich eines eurer Waffensysteme.

Mit Beinarbeit zum Erfolg
Die Roboter selbst haben ein funktionales Design, bedienen also mehr militärischen Purismus als zum Beispiel Japano-Glamour, der einigen Mech-Games anhaftet. Die gelungenen Laufanimationen tragen zum Gefühl bei, tatsächlich mit meterhohen Ungetümen durchs Gelände zu stapfen. Nur manchmal kommt die Illusion etwas ins Wanken, etwa wenn der stählerne Koloss nach dem Schritt über einen Vorsprung wie eine Feder auf die tiefere Ebene heruntergleitet. Dass man Mechs auch hektischer inszenieren kann hat jüngst Hawken demonstriert, das den Fans alter Mechwarrior-Titel aber wohl einen Tick zu impulsiv und klaustrophobisch gewesen sein dürfte. Walking War Robots legt ein gemütlicheres Tempo vor, in der das gekonnte Manövrieren der eigenen Maschine aber immer noch der unbestrittene Schlüssel zum Erfolg ist.


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04.08.2014 - Angespielt: Walking War Robots

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Walking War Robots
Weitere Details
Datum: 04.08.2014 - 10:38 Uhr
Autor: Viktor Pulz

Bereich: Testbericht
Seite: 1 / 3
Quelle: OGLabs
Schlagworte: Walking War Robots

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